30.04.2026

Im Gespräch mit ... Michael Vespermann: Warum ÖkoNet und GRI jetzt verschmelzen

ÖkoNet gGmbH

Hallo Michael, nach vielen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit gehst du nun den Schritt und lässt GRI und ÖkoNet verschmelzen. Was hat dafür den Ausschlag gegeben?

Michael Vespermann: Die Entscheidung ist über die Zeit gewachsen. Anfang 2024 habe ich zusätzlich zur Geschäftsführung der ÖkoNet gGmbH auch die GRI e.V. übernommen. Dabei wurde schnell deutlich, wie eng beide Organisationen inhaltlich und strukturell bereits miteinander verbunden sind. Für mich war deshalb klar: Es ist der richtige Zeitpunkt, das zusammenzuführen, was ohnehin seit Jahren zusammenarbeitet. Die Verschmelzung ist für mich ein konsequenter Schritt – nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich.


Wenn du in die Zukunft blickst: Welche Chancen und Entwicklungen siehst du für ÖkoNet ab 2026?

Michael Vespermann: Mit der Verschmelzung entsteht die Chance, uns neu und klarer aufzustellen. Wir bündeln unsere Kräfte und können Themen gezielter vorantreiben. Besonders wichtig ist mir, unsere ökologische Arbeit noch sichtbarer zu machen.
Wir leisten in vielen Bereichen bereits einen Beitrag – künftig wollen wir diese Wirkung stärker nach außen tragen und weiter ausbauen. Gleichzeitig bin ich gespannt darauf, wie unsere beiden Unternehmenskulturen zusammenwachsen und neue gemeinsame Stärken entstehen.


Was verändert sich durch die Verschmelzung für die Mitarbeitenden und Partner?

Michael Vespermann: Für viele wird sich im Alltag weniger ändern, als man vielleicht erwartet. Die größte Veränderung liegt in der Struktur: Wir treten künftig gemeinsam als ÖkoNet gGmbH auf und sprechen mit einer Stimme.
Ich erlebe die Rückmeldungen dazu als sehr positiv. Viele sehen die Chance, dass Abläufe einfacher werden und wir als Organisation klarer wahrgenommen werden. Und ganz ehrlich: Es fühlt sich einfach gut an, wenn die „Familie“ wächst.


ÖkoNet wird damit deutlich größer und sichtbarer. Was bedeutet das konkret für eure Arbeit in Bremen?

Michael Vespermann: Wir sind künftig 70 Festangestellte und mehr als 200 Menschen in geförderten Arbeitsverhältnissen und im Ehrenamt unterwegs. Mit unseren 11 Betriebsteilen – von ökologischen Lehrgeländen bis zu sozial-ökologischen Kaufhäusern – sind wir in ganz Bremen präsent und in den Stadtteilen verankert. Das gibt uns die Möglichkeit, noch näher an den Menschen zu sein und unsere Arbeit breiter aufzustellen. Unser Ziel ist es, soziale und ökologische Themen stärker in den Alltag der Stadt zu bringen.


Was bedeutet dir persönlich dieser Schritt?

Michael Vespermann: Die Verschmelzung zweier Traditionsbetriebe ist für mich etwas Besonderes. Ich empfinde große Dankbarkeit, diesen Prozess begleiten zu dürfen.
Gleichzeitig sehe ich natürlich auch die ganz praktischen Seiten: Viele Dinge werden einfacher, weil wir nicht mehr parallel in zwei Strukturen arbeiten. Am wichtigsten ist für mich aber, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Die Verschmelzung ist nicht nur ein organisatorischer Schritt – sie ist Teil unserer gemeinsamen Geschichte als ÖkoNet.

 

 

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